Harru und Janio

  Im Bauchraum der Schöpfung
  steckt das neue Leben.

  Hat in den Massen an Zeit
  geduldig geharrt.

  Belacht mich nun von innen her.
  Will wissen, was es draußen neues gibt.

  Wartet nicht mehr.

  Geht vorraus.

  Tritt ein.
Freux

Der große Wagen macht
seine Runde.

Sprachlos vor Entzücken bin ich,
Im Angesicht der goldnen Sonne.      

Wer nun vermag zu stehen,
Wer sich jetzt erhebt,
Hat sich selbst erhöht.

Lang lebe die neue Ordnung,
Die das Chaos selbst gebar.

     
            ´s Herzerl

            Iss von mir
            Und wir sind wir.

            Iss von mir
            Und wir sind ich.

            Iss von mir
            Und wir sind du.

            Iss von mir
            Und wir sind gleich.
 
            Das Herzbrot will geliebt sein.                              




Bevoi

Alle reißen sie hier Löcher in den Himmel.

Wer die Schönheit nicht erkennt,
den umfängt sie.

Auch die feinsten Gefühle helfen nun nicht.
Der Getroffene geht voll Hoffnung zu Boden.

Die Erde selbst macht es wieder gut.

Sternchen

Der Stern fällt
Doch er vergeht nicht.

Er kommt und geht
Wie es ihm gefällt.

Er schläft und wacht
Zur gleichen Zeit.

Feindfreund


Der Feindfreund kommt und
nimmt die Jungen.

Er kommt und holt die Alten auch.
Er schluckt allein die Sterne noch
vom Zelt.


Die Steine aber fallen durch den
Himmel.





Xaro

Schaust du hinein.
Sieht es in Dich.
Komm näher.

Der Blick fällt tief
Und trifft am Schluss allein auf Dich.

Komm, Freund.
Tritt ein.
Der Bauchraum Deiner
Schöpfung steht weit offen.

Bethno

Der greise Gedanke ist gefallen.                   
Er schlägt die Wunde tief ins   
Fleisch.

Die Seele strafte ihn nach dem Gesetz.
Und holt ihn heim ins alte Denken.

Der Widerstand hat die Vision
besiegt.



Lero

Der Visionenfänger sieht klar.
Er folgt dem fremden Stern.

Hat er ihn gefangen,
ist die Jagd verloren.

Doch erkennt ihn der Weg,
so kann die Reise ewig dauern.

 
 


Banocto

Der Meister-Schöpfer schafft
für
uns alle an.

Neue Welten will er finden,
Doch er sucht sie am falschen Ort.

Berauscht vom Gift des Lebens,
Stellt er neue Regeln auf,

Und bricht doch selbst sein Gesetz.

Goldspinne

Spinne Gold, liebes Kind,
Spinne goldene Gedanken.
Knete und walge das Gefühl so lange aus,
bis der Gefühlsteig sich über
ein paar Tage spannen lässt.

Spinne goldene Gedanken, mein Kind.

Ein voll und ganz durchgebackener
Mensch bist Du nun.
Alle werden kommen,
um von Dir zu schmecken.

 Indira

 Das Schlangenfeuer frisst sie
 von innen,
 Doch sie tanzt auf dem Vulkan.

 Für zwei neue Welten,
 stellt sie Gedanken bereit.
 
 In eine tritt sie ein.


         ´s Tränchen

         Das Tränchen teil es.
         Teil es sich gut ein.

         Das Tränchen sieht es.
         Sieht was es sehen will.

         Das Tränchen aber,
         das fühlt auch fein.
         Und lässt es sich gut fühlen.
 
         So teil sich´s von alleine.



Die DÖSis

Was nie vereint sein darf.
Was nie getrennt sein wird.

Was die gleiche Sprache denkt.
Und sich trotzdem nicht versteht.

Das reibt die Gedanken zum
Himmelsflug auf.
Das braucht sich in dunkler Nacht.
Das schmiegt sich zusammen im
Ländermeer.

Und hat sich lieb.


   ´s Herzerl

   Iss von mir
   Und wir sind wir.

   Iss von mir
   Und wir sind ich.

   Iss von mir
   Und wir sind du.

   Iss von mir
   Und wir sind gleich.

   Das Herzbrot will geliebt sein.

  


Mutter aller Viecher


Im Kessel meiner Imagination brauen
sich
ungewöhnliche Wesen zu neuem
Leben heran.
Ich gebäre atmende, sich zu
figurativen Wesen
verdichtende,
einzigartige Denkräume.
Die fliehenden Ideen erhalten
ein
figürliches Formenkleid und
wissen
sich darin zu gefallen.

Behutsam schmiegen sich vibrierende
Werkstoffe der innigen Einheit einer
äußeren Gestalt entgegen.
Letztlich vollendet sind sie:

Form. Figur. Vieh. Viech.

Ich bin die Mutter aller Viecher.
Gedankengarn spinnen


Alles was ich an Gedankengarn zur
Schaffung des neuen Wesens benötigen
werde, findet im
Prozess der Gestaltnahme
seinen Weg verlässlich
zu mir.
Stets lassen meine Kreationen das Prisma,
durch welches sie in die manifestierte
Realität
eingeflossen sind, erahnen.

Die lebende Masse transformiert sich
kraft meines zentrierten Fokus seiner
manifestierten
Bestimmung entgegen.
Ich führe sie sanft von der Hand, ihrer
vorherbestimmten Form am Rande

des sich entfaltenden Universums,
entgegen.
   Ideenküken ausbrüten


   Meine Ideenküken bebrüte ich
   stets
sorgsam, um sie alsbald zu
   lebensgroßen
Ideenfeldern
   auszuweiten. Aus den    

   Sternenzwischenräumen selbst lese
   ich
die jungen Ideen aus und fülle sie
  
in neue Körper. Alle kommen sie gern
   zu
mir, um Viech zu werden.

   Ich rolle die reife, von den Energien
   des Kosmos durchtränkte, goldene
   Zukunftsbahn vor mir aus. Schon
   entwirrt sich die Bahn und gibt die
   strahlende Komposition der
   leuchtenden Vision frei.  


Update:
23. Juli 2014

         






Bri Hellinckx wird durch die Galerie "Offenes Atelier, D.U. Design" vertreten.
Leitung, Organisation und Ausstellungsbetreuung durch die wunderbare Dorothee Unkel.
 


        "Ich bin nicht ver-rückt. Ich bin ein Butterbrot."